Winter 2017/2018, 02.01.18

Jedes Jahr, wenn sich die kalte Jahreszeit einstellt, frage ich mich, was wohl der kommende Winter bringen wird? Bereits seit Jahren habe ich einige Vorstellungen, die ich nur zu gerne mal auf den Chip bringen würde, doch richtige Winter sind mittlerweile rar geworden. So hat auch dieser Winter im Dezember mit richtig viel Niederschlag begonnen. Allerdings nicht in Form von Schnee, sondern mit Regen. Die Temperaturen sind auch nicht mehr das, was wir noch vor Jahren gewohnt waren, denn bisher gab es nur sehr wenige Tage, an denen das Thermometer tagsüber im Minusbereich blieb. So verwundert es wenig, das bereits Ende Januar an vielen Stellen die Schneerosen blühten. Vom 01. bis 03. Februar bescherte uns ein Italientief jedoch Schnee bis in die Niederungen und diesmal auch ordentliche Mengen. Unmittelbar nach dem Schneefall habe ich mich im Naturpark Dobratsch, dem Hausberg der Villacher Bevölkerung, auf die Suche nach winterlichen Motiven gemacht und ich staunte nicht schlecht, als ich plötzlich bis zum Brustkorb im Schnee versank! Es sollte auch nicht der letzte Schneefall gewesen sein und in der letzten Februar Woche erreichte uns polare Kaltluft mit Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius, starkem Wind und wenig Sonnenschein ... hmm ... zu Beginn des Jahres habe ich mich noch bezüglich der zu milden Temperaturen beschwert ...;

  • Nein, die Reihenfolge ist nicht falsch ... bereits Ende Januar blühten die ersten Schneerosen
  • Anfang Februar sorgte ein Italientief für ordentliche Schneemengen
  • die Sonne zeigte sich aber viel zu selten
  • Erkenne ich hier ein betrübtes Smiley? Da soll noch einer sagen, Pflanzen können ihren Gefühlen keinen Ausdruck verleihen!
  • in der letzten Februar Woche hat uns polare Kaltluft erreicht
  •  ... am Dobratsch bis zu -25 Grad und Windgeschwindigkeiten um 60kmh
  • die schwere Last ist den Bäumen deutlich anzusehen
  • Winter, wie er schöner nicht sein kann ...
  • tief verschneit und ohne eine einzige Spur
  • bei -22 Grad und peitschendem Wind wird das Fotografieren zur Herausforderung
  • nur Kleidung in mehreren Schichten, Sturmhaube, Handschuhe und permanente Bewegung helfen gegen die Kälte
  • am letzten Tag der Kälteperiode begrüßte mich noch ein feuriger Sonnenaufgang - mehr Sonne gab es an diesem Tag aber leider nicht mehr;

Frohes neues Jahr, 31.12.17

Na ... schon Vorsätze für das neue Jahr gefasst? Ich für meinen Teil habe eine Menge an Ideen, die ich gerne umsetzen würde und hoffe, das sich die eine oder andere im nächsten Jahr verwirklichen lässt.

Ich wünsche ihnen ein gesundes, frohes Jahr 2018. Den Weitblick, Dinge auch mal etwas gelassener zu sehen, aber auch den eisernen Willen, an etwas zu glauben, das ihnen wichtig ist - HAPPY NEW YEAR!

VTNÖ Wettbewerbsplatzierung, 05.11.17

Heuer habe ich mich beinahe ausschließlich mit Orchideen befasst und es freut mich, das eine dieser Aufnahmen auch unter den ausgezeichneten Aufnahmen beim Wettbewerb zum Österreichischen Naturfotografen 2017 zu finden ist.

Kategorie Pflanzen, Highlight: "das letzte seiner Art"

Innerhalb der letzten drei Jahre galt meine Aufmerksamkeit den Orchideen Mitteleuropas und selten zuvor wurde mir die Problematik zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz deutlicher vor Augen geführt. Lebensraumverlust durch Bebauung, landwirtschaftliche Nutzung oder aber durch die Einstellung Jahrhunderte langer Beweidung sind nur einige der Ursachen. Auch Unkenntnis und Ignoranz stehen hoch im Kurs, wenn es um die Vernichtung kleiner Restbestände geht ...

Naturschutzgebiete scheinen die einzige Möglichkeit, um diese in ihrer Vielfalt zu erhalten. Die Aufnahme entstand auf Kamenjak, einem Naturschutzgebiet im Süden Istriens. Während die Halbinsel früher als militärisches Übungsgebiet genutzt wurde, ist sie heute Magnet für Massen an Touristen, die jedoch zum überwiegenden Teil von den idyllischen Buchten und diversen Lokalitäten angezogen werden, oder die Grobsteinigen Wege zur Demonstration ihrer "Fahrkünste" nutzen. Der Reichtum an botanischen Kostbarkeiten scheint hier kaum jemanden zu interessieren. Durch die Einstellung der militärischen Nutzung würden die großen Trockenwiesen heute binnen kurzer Zeit verbuschen, weshalb ein Schäfer eine große Herde Schafe über die Insel treibt. So werden dieselben Flächen mehrfach am Tag immer wieder abgefressen und die einst unglaublich orchideenreichen Trockenwiesen gleichen in der Blühzeit eher einem einheitlich grünem Rasen. Nur wenige Orchideen schaffen es zur Blüte und diese meist im Randbereich dorniger Büsche, welche von den Schafen gemieden werden. Ohne regulierende Maßnahmen geht es also nicht, doch auch zu viel schadet der Natur. Insofern erschien mir der Titel "das letzte seiner Art" sehr passend, um auf solche Problemstellungen hinzuweisen.