Toskana im Frühling, 14.04.19

Es gibt Reiseziele, die man zumindest einmal im Leben sehen möchte. Eines dieser Ziele ist für mich die Toskana und vor wenigen Tagen war es nun soweit. In den ersten Monaten des Jahres war es in der Toskana sehr trocken, während unseres Aufenthaltes sollte sich dies jedoch deutlich ändern! Zwar konnten wir jeden einzelnen Tag für unsere Ausflüge zu den kulturellen und landschaftlichen Highlights nutzen, die Fahrt dorthin war aber oft vom extremen Wetter (Gewitter, Hagel, Starkregen & Sturm) geprägt. Glücklicherweise hat unser Auto durchgehalten und auch sonst gab es keinerlei Probleme, weshalb dieser Kurzurlaub (trotz vergeblichem Wunsch nach dem einen oder anderen, spektakulären Sonnenaufgang) ausgesprochen schön und voller neuer Eindrücke war!

Fröhliche Weihnachten, 23.12.18

VTNÖ Wettbewerbsplatzierungen, 04.11.18

Vom 02.-04. November 2018 fand die Generalversammlung des VTNÖ in Spital am Pyhrn statt. Im Zuge dessen wurden auch die Gewinner des heurigen Fotowettbewerbes bekannt gegeben und es freut mich sehr, das ich trotz meines eingeschränkten Betätigungsfeldes mit mehreren Highlights in unterschiedlichen Kategorien vertreten bin!

Kategorie Pflanzen: Highlight - "allein"

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Die Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes) ist für mich immer die erste Orchidee des Jahres. Bei günstiger Witterung stehen - in unseren südlichen Nachbarländern -  bereits Ende Februar die ersten in Blüte. Oftmals kaum zu glauben, wenn bei uns noch Schnee liegt. Umso mehr freue ich mich jedes Jahr auf die ersten Touren. Im heurigen Jahr haben sie sich aber etwas mehr Zeit gelassen und immer wieder kehrender Frost machte den zarten Blumen schwer zu schaffen.

 

Kategorie Insekten & Spinnentiere: Highlight - "Hüter der Hieroglyphen"

Im feuchten Herbst des Vorjahres habe ich mich an bekannten Plätzen im Umfeld meines Wohnortes auf die Suche nach Pilzen gemacht. In einem alten Buchenwald konnte ich etliche Buchen-Schleimrüblinge sichten und fotografieren. An den auslaufenden Wurzeln einer großen Buche vielen mir diese außergewöhnlichen Strukturen auf, die mich spontan an Hieroglyphen erinnerten. Mit Einzelaufnahmen waren jedoch keine zufriedenstellenden Ergebnisse zu erzielen und irgendwie war bei meiner Motivation auch die Luft raus. Darum habe ich den Buchenwald am nächsten Tag neuerlich aufgesucht. Zu meiner Freude saß diesmal eine Krabbenspinne im Randbereich der Strukturen und sie machte auch keinerlei Anstalt, den Platz zu verlassen. So konnte ich den mehrere Zentimeter hohen Ausschnitt als Stack ablichten und mittels Helicon Focus zu einer, über den gesamten Bildbereich scharfen, Aufnahme zusammenrechnen. Nur wenige Monate später wurde dieser Wald von schweren Unwettern verwüstet ... heute stehen dort nur noch einzelne Bäume.

 

Kategorie Insekten & Spinnentiere: Highlight - "Osterluzeifalter in Orchideenwiese"

Der Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena) ist sicherlich einer unserer spektakulärsten Tagfalter. Leider aber - zumindest in Österreich - auf einige, sehr wenige Fundorte im Osten beschränkt. Im Vorjahr sind mir bei der Suche nach Orchideen auf einer Feuchtwiese in Kroatien große Bestände der gewöhnlichen Osterluzei (Aristolochia clematitis) aufgefallen und es sollte auch nicht lange dauern, bis die ersten Raupen des Osterluzeifalters gesichtet wurden. Insofern war eine Suche nach den Faltern heuer ein fester Bestandteil meiner Freizeitplanung, auch wenn einige Anläufe nötig waren, um letztendlich doch fündig zu werden.

 

Kategorie Komposition & Form: Highlight - "Eisenbakterien"

Bisher konnte ich solche Bilder nur im Netz oder bei befreundeten Fotografen bewundern und ich war jedes mal fasziniert, von der Vielfalt an Formen und ganz besonders an Farben. Ich muss jedoch gestehen, das ich absolut keine Ahnung hatte, wo und wie man so etwas finden kann und so blieben viele Begehungen von Feuchtgebieten, Mooren und dergleichen bisher vergebens. Heuer besuchte ich gemeinsam mit einem Freund ein Feuchtgebiet, in der Hoffnung auf ein paar ansehnliche Orchideen. Diese haben wir auch gefunden, zu meiner großen Freude aber auch einige, sehr kleine Gewässerflächen, die mit einem Biofilm aus Mikroorganismen, der sogenannten Kahmhaut, überzogen waren. Da nur kleine Bereiche zwischen den Wasserpflanzen zum Fotografieren geeignet waren, hielten sich die Gestaltungsmöglichkeiten in Grenzen. Das größte Problem lag aber auch hier in der Tatsache, das Einzelaufnahmen nicht mal annähernd zufriedenstellende Ergebnisse im Hinblick auf die Schärfentiefe brachten und der nasse, pflanzliche Boden jede minimale Gewichtsverlagerung in Form von kleinen Wellen quittierte. Glücklicherweise sind aber dennoch einige, schöne Stacks entstanden.