Frohes neues Jahr, 31.12.17

Na ... schon Vorsätze für das neue Jahr gefasst? Ich für meinen Teil habe eine Menge an Ideen, die ich gerne umsetzen würde und hoffe, das sich die eine oder andere im nächsten Jahr verwirklichen lässt.

Ich wünsche ihnen ein gesundes, frohes Jahr 2018. Den Weitblick, Dinge auch mal etwas gelassener zu sehen, aber auch den eisernen Willen, an etwas zu glauben, das ihnen wichtig ist - HAPPY NEW YEAR!

VTNÖ Wettbewerbsplatzierung, 05.11.17

Heuer habe ich mich beinahe ausschließlich mit Orchideen befasst und es freut mich, das eine dieser Aufnahmen auch unter den ausgezeichneten Aufnahmen beim Wettbewerb zum Österreichischen Naturfotografen 2017 zu finden ist.

Kategorie Pflanzen, Highlight: "das letzte seiner Art"

Innerhalb der letzten drei Jahre galt meine Aufmerksamkeit den Orchideen Mitteleuropas und selten zuvor wurde mir die Problematik zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz deutlicher vor Augen geführt. Lebensraumverlust durch Bebauung, landwirtschaftliche Nutzung oder aber durch die Einstellung Jahrhunderte langer Beweidung sind nur einige der Ursachen. Auch Unkenntnis und Ignoranz stehen hoch im Kurs, wenn es um die Vernichtung kleiner Restbestände geht ...

Naturschutzgebiete scheinen die einzige Möglichkeit, um diese in ihrer Vielfalt zu erhalten. Die Aufnahme entstand auf Kamenjak, einem Naturschutzgebiet im Süden Istriens. Während die Halbinsel früher als militärisches Übungsgebiet genutzt wurde, ist sie heute Magnet für Massen an Touristen, die jedoch zum überwiegenden Teil von den idyllischen Buchten und diversen Lokalitäten angezogen werden, oder die Grobsteinigen Wege zur Demonstration ihrer "Fahrkünste" nutzen. Der Reichtum an botanischen Kostbarkeiten scheint hier kaum jemanden zu interessieren. Durch die Einstellung der militärischen Nutzung würden die großen Trockenwiesen heute binnen kurzer Zeit verbuschen, weshalb ein Schäfer eine große Herde Schafe über die Insel treibt. So werden dieselben Flächen mehrfach am Tag immer wieder abgefressen und die einst unglaublich orchideenreichen Trockenwiesen gleichen in der Blühzeit eher einem einheitlich grünem Rasen. Nur wenige Orchideen schaffen es zur Blüte und diese meist im Randbereich dorniger Büsche, welche von den Schafen gemieden werden. Ohne regulierende Maßnahmen geht es also nicht, doch auch zu viel schadet der Natur. Insofern erschien mir der Titel "das letzte seiner Art" sehr passend, um auf solche Problemstellungen hinzuweisen.

Herbstzeit, 18.09.17

Am Ende eines langen und wundervollen Sommers ist nun - mit anhaltendem Regen und Temperaturen im einstelligen Bereich - der Herbst nicht mehr aufzuhalten. Noch sind die Blätter nicht verfärbt, aber an manchen Tagen wogt bereits Nebel durch die triefend nassen Wälder und man kann die Pilze förmlich riechen. In den Regenpausen habe ich mich im Umfeld meines Wohnortes auf die Suche nach herbstlichen Motiven gemacht. Trotz Unmengen an optisch auffälligen, unterschiedlichsten Pilzen, ist es alles andere als einfach, fotografisch ansprechende ausfindig zu machen. Hat man aber erst mal eine günstige Stelle gefunden, so lohnt sich das Experimentieren mit unterschiedlichen Brennweiten und Perspektiven. Auch ein paar kleine Monsterchen sind mir dabei untergekommen und beim letzten Bild hatte ich auch noch die Möglichkeit, mich an einem "umfangreichen" Stack zu versuchen ...

Da das Wetter die letzten Wochen eher dürftig war, beschloss ich gemeinsam mit meinem Freund noch einmal einen Tagesausflug nach Kroatien/Istrien. Grundsätzlich wollten wir uns einfach einen Überblick verschaffen, was um diese fortgeschrittene Jahreszeit (Anfang Oktober) noch an Motiven im Bereich der Pflanzen und Insekten zu finden ist. Als wir im Vorfeld auch noch die Information bekamen, das die Herbst-Drehwurz noch blühen sollte, freuten wir uns sehr auf diesen Tag - und wir sollten nicht enttäuscht werden! Bereits beim ersten, vermuteten Standort wurden wir schnell fündig. Auch wenn der ideale Blühzeitpunkt bereits überschritten war, konnten dennoch einige schöne Pflanzen gesichtet werden. Im Bereich der Insekten waren neben erstaunlich vielen Schmetterlingen auch einige Gottesanbeterinnen (Mantis religiosa) und sehr auffällige Schrecken, wie die gewöhnliche Nasenschrecke (Acrida ungarica) aktiv. Mit so vielen Motiven hätte ich um diese Zeit nicht mehr gerechnet und so verging dieser außergewöhnlich schöne Tag wie im Flug.