Toskana II, 03.06.19

Bereits zum zweiten mal hat es uns heuer in die Toskana verschlagen und wenn ich mir die Landschaft so ansehe, dann wird mir auch bewusst, warum wir dieses Reiseziel erneut gewählt haben! Es ist wohl eine der schönsten, von Menschen beeinflussten Landschaften überhaupt. Die ersten Tage waren wiederum von sehr wechselhaftem Wetter geprägt und Sonnenschein war eher die Ausnahme als die Regel. Für Tagesausflüge in die kulturhistorischen Städte (Florenz, Pisa, Siena) jedoch genau das richtige Wetter. Auch Rom durfte nicht fehlen, konnte jedoch nach dem persönlichen Empfinden mit Florenz oder Siena bei weitem nicht mithalten! Die letzten zwei Tage haben wir die Toskana so erlebt, wie man es aus den Prospekten kennt. Herrliches Wetter, angenehme Temperaturen, Wind, der die Getreidefelder zum Wogen bringt und dazu der Gesang der Vögel. Manchmal hat man den Eindruck, mitten in einem Bilderbuch zu stehen und die Aufnahmen können wohl nur einen Bruchteil dieser Empfindungen wiedergeben.

NaturFoto Titelbild, 06.05.19

Was für eine schöne Überraschung!

Heute trafen einige Exemplare der aktuellen "NaturFoto" bei mir ein und eines meiner Bilder ziert als Titelbild die Mai Ausgabe des größten Magazins für Naturfotografie im deutschsprachigen Raum!

Das Bild wurde in der Kategorie Leserfotos zum Thema "Farbsignale" eingereicht und zeigt eine männliche Smaragdeidechse, die wohl auffälligste unserer heimischen Echsen. Die Aufnahme entstand im Europaschutzgebiet Schütt Graschelitzen (ein Teilbereich des Naturpark Dobratsch) in Kärnten, wo diese Tiere glücklicherweise noch recht weit verbreitet sind.

Obwohl sich das Tier noch nicht im Prachtkleid befindet, ist es dennoch eine sehr auffällige Erscheinung im großteils kargen, steinigen Gebiet.

 

 

Orchideen Saison 2019, 27.04.19

Heuer, hat die Orchideen Saison ziemlich spät begonnen und wieder einmal wurden wir belehrt, das man die jahrelangen Aufzeichnungen des Blühzeitpunktes bestenfalls als groben Anhaltspunkt verwenden kann! Durch die extreme Witterung (lange Zeit sehr kalt, Frost in der Nacht, wenig Niederschlag sowie kurzfristige, vorsommerliche Hitzephasen) variiert der Zeitpunkt um mehrere Wochen und selbst regional gibt es große Unterschiede. Die erste Orchidee des Jahres ist die Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphegodes), die an manchen Stellen in Kroatien pünktlich zum 01. März in Blüte steht. Über einen Monat lang war dies, zumindest im aktuellen Jahr, aber auch die einzige Orchidee, die es zur Blüte schaffte. Erst innerhalb der ersten Wochen im April gesellten sich weitere Arten, wie das kleine Knabenkraut (Anacamptis morio), das attraktive, wenigblütige Knabenkraut (Orchis pauciflora) und die ersten Purpur-Knabenkräuter (Orchis purpurea) hinzu.

Mittlerweile ist es Mai geworden. Das Gras ist nun bereits deutlich höher und einige weitere Orchideen Arten gesellen sich zu den noch blühenden hinzu. Auch das Wetter hat sich umgestellt, es ist nun beständiger ... allerdings nur, was den Regen betrifft! Gerade dieser Umstand hat aber einige Wiesen der bekannten Plätze in Italien und Kroatien in ein kleines Blumenmeer verwandelt! So ergab sich immer wieder die Möglichkeit, einzelne Orchideen inmitten dieser Farbenpracht abzulichten! Außergewöhnlich schön sind auch einige Wiesen, die mit dem kleinen Knabenkraut (Anacamptis morio) und mit gelb blühenden Wolfsmilchgewächsen geradezu übersät sind, nicht nur für Naturfotografen ein wahrer Traum! Das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) steht bereits in voller Blüte, bei der schwarzen Ragwurz (Ophrys incubacea) und der Hummel-Ragwurz (Ophrys holoserica) öffnen sich gerade die ersten Blüten. Im taunassen Gras sind morgens auch Schmetterlinge ein sehr lohnendes Motiv, wie im Fall dieses Scheckenfalters (Melitaea cinxia). Die Witterungsverhältnisse erlaubten auch einige Stackreihen, was sich in der Großansicht durch eine enorme Detailwiedergabe sehr positiv auswirkt. Das lockerblütige Knabenkraut (Anacamptis laxiflora) konnten wir in großer Anzahl besichtigen und sehr vereinzelt auch untypisch gefärbte (rosafarbige) Exemplare. Das absolute Highlight war jedoch der Fund der Hybride: x Serapicamptis rousii (Serapias vomeracea x Anacamptis laxiflora) mit insgesamt 6 Exemplaren (die schönsten drei seht ihr in den letzten beiden Aufnahmen dieses Bilder Blocks)!